Dannersche Brechschraube

Zur Zeit der Gotik waren die Schlösser noch auf der Außenseite der Tür angebracht gewesen, was den Vorteil hatte, dass man sie, da der Schlüsselhalm nicht die Dicke des Türblattes überbrücken musste, mit einem relativ kleinen Schlüssel öffnen konnte.

Um die Mitte des 16. Jahrhunderts kam aber der Nürnberger Schlosser Leonhard Danner mit einem Instrument auf den Markt, das er auf den schönen Namen „Dannersche Brechschraube" getauft hatte und von dem er in den Holzschnitten, die er als Werbeblätter verteilen ließ, versprach, dass man damit jedes beliebige Schloss leicht und geräuschlos von der Tür entfernen könne.

Dafür, dass die Dannersche Erfindung bald zum Verkaufsschlager entwickelte, spricht die Tatsache, dass ab dieser Zeit nahezu alle Schlösser auf der Innenseite der Tür montiert wurden.

Dannersche Brechschraube

Die Brechschraube bestand aus zwei Haken, die unter die Schlossdecke geklemmt werden konnten, und einer Gewindestange, die es wirklich kinderleicht machte, das Schloss von der Tür zu reißen.